Geeignete Magnesiumlegierungen für die additive Fertigung

Für die additive Fertigung setzen wir auf bewährte, industriell etablierte Magnesiumlegierungen, die sich für Prototypen, Funktionsbauteile und Kleinserien eignen.

Der Fokus liegt auf reproduzierbaren Materialeigenschaften, stabilen Prozessen und einer zuverlässigen Weiterverarbeitung.

 Verfügbare Materialsysteme

Wir verarbeiten unter anderem folgende Magnesiumlegierungssysteme ohne Seltene Erden:

  • Magnesium-Aluminium-Zink-Legierungen
  • Magnesium-Aluminium-Mangan-Legierungen
  • Flammhemmende Magnesiumlegierungen

Diese Werkstoffe sind für den industriellen Einsatz erprobt und in der additiven Fertigung gut beherrschbar.

Konkrete Werkstoffauswahl erfolgt projektbezogen und in Abstimmung mit dem Kunden.

 Flammhemmende Magnesiumlegierungen

Für Anwendungen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen stehen flammhemmende Magnesiumwerkstoffe zur Verfügung.

Diese Materialien ermöglichen den Einsatz von Magnesium auch in sensiblen Bereichen, in denen konventionelle Legierungen nur eingeschränkt geeignet sind.

 Bauteilparameter (typische Bereiche)

Die erreichbaren Bauteilparameter hängen von Geometrie, Wandstärke und Anwendungsanforderungen ab.

Typische Bereiche sind:

Maximale Bauteilabmessungen: bis 1200 × 1200 × 1600 mm

Maßtoleranz (nach Bearbeitung): bis ±0,20 mm

Druckleistung: ca. 1 kg Magnesium pro Stunde

Diese Werte dienen der Orientierung und stellen keine garantierten Grenzwerte dar.

 Mechanische Eigenschaften – Einordnung

Die mechanischen Eigenschaften additiv gefertigter Magnesiumbauteile bewegen sich – abhängig von Bauteilgeometrie und Prozessparametern – zwischen Guss- und Schmiedewerkstoffen.

Damit eignen sich die Bauteile insbesondere für:

  • Funktionsprüfungen
  • Belastungstests
  • Bauraum- und Integrationsstudien
  • Vorserienanwendungen

 Nachbearbeitung & Kombination mit konventionellen Verfahren

Additiv gefertigte Bauteile können – je nach Anforderung – weiterbearbeitet und funktionalisiert werden:

  • 5-Achs- und 7-Achs-Bearbeitung
  • Funktionsflächen, Passungen, Bohrungen
  • Vorbereitung für Montage oder Prüfung

Die additive Fertigung wird dabei gezielt mit konventionellen Verfahren kombiniert.

 Oberflächenoptionen

Für additiv gefertigte Magnesiumbauteile stehen verschiedene Oberflächenbehandlungen zur Verfügung, unter anderem:

  • Mikrolichtbogenoxidation
  • Industrielle Beschichtungssysteme
  • Anorganische Nano-Keramik-Beschichtungen für Hochtemperaturanwendungen

Die Auswahl erfolgt anwendungsbezogen und projektabhängig.

 Werkstoffprüfung & Dokumentation

Auf Wunsch unterstützen wir Projekte durch geeignete Prüf- und Analyseverfahren, z. B.:

  • Chemische Analyse
  • Physikalische und mechanische Prüfungen
  • Ultraschallprüfung
  • Dokumentation gemäß Projektanforderung

Der Umfang der Prüfungen wird individuell abgestimmt.

 Technologie mit Spielraum für Entwicklung

Die additive Fertigung von Magnesium verstehen wir nicht als Standardprodukt, sondern als entwicklungsnahe Technologie.

Sie bietet Spielraum für:

  • Bauteiloptimierung
  • Funktionsintegration
  • Gewichtseinsparung
  • Iterative Entwicklungsansätze

 Nächste Schritte

Gerne prüfen wir, welche Materialien und Parameter für Ihr Projekt geeignet sind: